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Diskussion: Kreative gegen Performance-Marketer

 

“Perform Baby! Macht eine rein digitalorientierte Werbung die Kreativstrategie kaputt?” – Dazu durfte ich als zahlengetriebene SEA-Spezialistin etwa 50 Kreative provozieren. Bei Frühstückskipferl und Kaffee blieb die Stimmung im Forum Mozartplatz dennoch philosophisch.

Kreative & Performance-Marketer diskutieren

Wien, 16. November 2016 – Beim dritten „Frühstück im Forum“ am Mittwochmorgen begrüßte Birgit Kraft-Kinz als Obfrau der Kreativwirtschaft Forum Mozartplatz rund 50 Gäste. Drei Fachleute aus dem Kreativbereich und ich Performance-Marketerin diskutierten, ob digitalorientierte Werbung die Kreativstrategie kaputt macht.

Über Dilettanten und Algorithmen

„Wir haben oft zwei Feinde: Dilettantismus und Algorithmus – also das aus der Gratis-Kultur stammende Gefühl, dass jede/r alles Kreative einfach so selbst machen kann, und die Filterblasen bei Suchmaschinen und sozialen Netzwerken“, erklärte Moderatorin Alexandra Fiedler-Lehmann, Inhaberin der „Kleinen Agentur“.

the webery-Geschäftsführerin Monika Gabriel, fragte, was es braucht, damit in hunderten Millionen Websites und mehr als 200 Milliarden E-Mails täglich weltweit, ein Newsletter überhaupt gelesen werden. „Wichtig sind wenige, klare Botschaften, die gemeinsam entwickelt werden. Online Design- und Text-Sweatshops sind unserer Branche unwürdig.“

Werte und Qualität statt Kreativ-Taglöhner

 „Kreativ-Taglöhner aus dem Internet sind keine Lösung – hier fehlen Qualität und Wertigkeit, die nur im persönlichen Kontakt entstehen können“, weiß Emir Dedic, Geschäftsführer von „EINZ KREATIVBÜRO“. „Ein Logo um 5 Euro sagt einiges über die Ansprüche des Unternehmens aus. Die Kommunikation mit den Kunden muss vor allem über die Werte erfolgen.“ Logos müssen seiner Meinung nach dem Auftraggeber nicht auf den ersten Blick gefallen; man sollte aber darauf angesprochen werden.

Wie Kreative von Performance-Marketern profitieren können

„Unternehmen wollen Umsätze, Leads und Reichweite über das Internet generieren“, sagte ich. „Wenn ein gutes Design schlechte Ergebnisse und ein schlechtes Design gute Ergebnisse bringt, wählen wir Performance-Marketer das schlechte Design.“ Im Suchmaschinen-Marketing (SEA) haben wir aber Werkzeug zur Hand, mit dem wir sehr gut messen können, was die besten Ergebnisse bringt.

Dadurch wissen wir, dass selbstgebastelte Websites, selbstgemachte Fotos und unprofessionelle Texte meist schlechte Performance liefern. Somit können wir Kreative bei der Argumentation für Qualität in der Kreation unterstützen. Außerdem eignen sich SEA-Tools wunderbar zur Marktforschung und Strategieentwicklung – auch für Kreative.

Werte zuerst

Interessanterweise griff das Publikum in der anschließenden Diskussion das Thema Internet und Digitalisierung kaum auf. Vielmehr machten sich die Teilnehmer Gedanken um die Werte, die Ihre Kunden vermitteln sollten.

In der Presseaussendung steht als Fazit: „Es geht für Kunden und Kreative gemeinsam darum, Werte zu definieren, dazu zu stehen und sie zu leben. Und das ist Langstrecken-Arbeit. Technik und Kreativität müssen zusammenarbeiten – im Idealfall, um einer hervorragenden Idee zu helfen, dass sie sich durchsetzt. Kreative können hier die Dirigenten sein.“

Die Veranstalter planen weitere Diskussionen zu diesem Thema. Gut so. Denn wir werden noch ein bisschen brauchen, bis jeder die Welt des anderen begreift.

Fotos: Walter Kvapil www.fotowalk.at

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