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AdWords-Klickkosten: Preisverfall oder -explosion?

Sinkende CPC-Preise bei Google AdWords beobachteten zahlreiche Werbetreibende in den letzten Monaten mit einer Mischung aus Euphorie und Skepsis. Sie vermuten, dass die niedrigen CPCs für Mobilgeräte die Preise drücken. Das Online-Trendmagazin iBusiness prognostiziert aber einen verschärften Konkurrenzkampf mit Preisexplosionen.

Männchen zündet CPC-Bombe

Noch sind die Klickpreise für AdWords-Anzeigen auf Smartphones und Tablets billig im Vergleich zu den Anzeigen, die auf Laptops und PCs ausgeliefert werden. Kannibalisiert sich Google selbst? Rollt eine CPC-Inflation auf uns zu? Keineswegs, ist Sebastian Halm von iBusiness überzeugt. Erstens sollen die CPCs für Mobilgeräte bald kräftig anziehen. Über einen längeren Zeitraum betrachtet, seien die Preise außerdem nicht gesunken sondern explodiert – vor allem in den Branchen Finanzen und Versicherungen.

Tatsächlich kostete das Keyword „KFZ-Versicherung“ im Jahr 2012 durchschnittlich 5,29 Euro, 2009 waren es noch 1,73 Euro. „Tagesgeldkonto“ stieg von 5,51 Euro in 2011 auf 7,71 Euro und „Festgeld“ von 3,19 Euro in 2011 auf 5,41 Euro. Das beweisen die Statistiken der Webmarketing-Agentur explido. Andere Branchen haben zwar niedrigere CPCs, aber prozentuell verzeichneten Sie einen Anstieg von bis zu 50 Prozent.

Wie sich die die Klickpreise weiterentwickeln werden? iBusiness weist mit sieben Trends den Weg:

1. Wie kleine Bildschirme die Preise hochtreiben

Internet-Shopping und -Surfen verlagert sich zunehmend von den Desktops zu Smartphones und Tablets. Auf den kleinen Bildschirmen der Mobilgeräte ist Anzeigenplatz aber ein knappes Gut. Nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage werden die Klickpreise also hochschießen. Hinzu kommt, dass die Professionalität und das Know-How der Werbetreibenden wächst. Das erzeugt zusätzlichen Konkurrenzdruck.

2. Keywordkrieg

Nachdem wir alle und die Konkurrenz fleißig SEO betreiben, schrumpft die Chance in den kostenfreien organischen Suchergebnissen Top-Postionen zu ergattern. Wie die Einführung von Google Shopping zeigt, macht Google außerdem mehr Platz für bezahlte Suchergebnisse – zulasten der organischen. Der Preiskampf um die richtigen Keywords ist also eröffnet. Denn wer sichtbar sein will, muss mitspielen und dafür zahlen.

3. Ausweitung der SEM-Kampfzone

„Google wird alles, was monetarisierbar ist, monetarisieren. Google Shopping ist nur der der Beginn“, sagt Marcus Tober, Geschäftsführer von Searchmetrics. Tatsächlich bietet Google abgesehen von AdWords immer mehr bezahlte Dienste an wie den Hotelfinder oder Versicherungsvergleiche. Auch hier gilt: Wer sichtbar sein will, muss künftig mehr Geld in die Hand nehmen.

4. CPCs orientieren sich an der Kaufbereitschaft der Nutzer statt am Endgerät

Je mehr Kunden ein bestimmtes Keyword bringt, desto höher wird der CPC. So lautet die Erfolgsformel für künftiges Suchmaschinen-Marketing. Über welches Endgerät die heißen Leads gewonnen werden, soll zunehmend egal sein.

5. Premium AdWords

Google arbeitet ständig daran, die AdWords vielfältiger zu gestalten und das Targeting zu verbessern. Mit den Enhanced AdWords können z.B. Newsletter direkt aus den Anzeigen heraus abonniert werden. Und mit Google Wallet können Online-Shopper bequemer zahlen und ihre Einkäufe erledigen. Auf Dauer wird Google auch diese Dienste wohl nicht gratis anbieten.

6. Der Konkurrenzdruck steigt

Google dominiert den Weltmarkt und feilt permanent an der Schlagkraft seiner AdWords. Microsofts Bing Ads oder die Facebook Ads bieten dagegen sehr begrenzte Alternativen. Unternehmen werden also weiterhin vor allem in die Google AdWords investieren und gegeneinander um die besten Keywords und Anzeigenpositionen kämpfen. Das wird die Klickkosten weiterhin hochtreiben.

7. Marke stärken

Was also tun, um nicht komplett in die Google-Abhängigkeit zu driften? Stärken Sie Ihre Marke. Denn bei Nutzern, die Ihre Marke kennen, haben Sie gute Chancen, dass sie direkt auf Ihre Website kommen. Wichtig ist vor allem die Onpage-Optimierung. Legen Sie sich also ins Zeug für eine attraktive und nutzerfreundliche Website, auf der sich bequem shoppen lässt. Und setzen Sie generell nicht Ihr gesamtes Werbebudget auf eine Karte, sondern investieren sie auch in andere Kanäle und Offline-Werbung.

AdWords-Klickkosten: Preisverfall oder -explosion?
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