Blog

Ein How-To zu Datenschutz & Cookies

Jeder User, der sich im Internet bewegt, hinterlässt Spuren. Spuren in Form von Daten. Sobald diese Daten gesammelt werden, muss der User darüber informiert werden.

Online-Datenschutz & Spuren im Schnee

Warum ist ein Datenschutzrecht wichtig?

In Österreich regelt das Datenschutzgesetz (DSB 2000) und  das Telekommunikationsgesetz (TKG 2003) die Aufzeichnung und Verwendung von personenbezogenen Daten im Internet.  Wozu brauchen wir solche Gesetze eigentlich? Die Idee dahinter ist, den Verbraucherschutz – im nach wie vor oft als rechtsfreien Raum angesehenen Internet –  zu verbessern. Zu diesem Zweck gibt man Nutzern das Rüstzeug in Form von rechtlichen Bestimmungen, um sich gegen die unlautere Sammlung und Verwertung Ihrer Daten zu wehren.

Wozu brauche ich eine Datenschutzerklärung auf meiner Website?

Damit Nutzer überhaupt wissen, welche Daten von ihnen abgeschöpft werden, müssen sie darüber informiert werden. Sobald also Daten über Website-Nutzer gesammelt oder an Dritte weitergegeben werden, haben die Betreiber der Seite die Pflicht, explizit darauf hinzuweisen.  Das geschieht in der Regel mit einer umfassenden Datenschutzerklärung.

Was sind personenbezogene Daten überhaupt? In Österreich fallen unter den Begriff personenbezogene Daten alle „Angaben über Betroffene, deren Identität bestimmt oder bestimmbar ist“ (§ 4 Z1 DSG 2000). Kurz, alle Daten die gesammelt werden und in Verbindung mit einer Person stehen. Anders als beispielsweise in Deutschland, fallen in Österreich auch juristische Personen oder Personengruppen unter diese Bestimmung.

Die bloße Information über das Sammeln der Daten reicht allerdings nicht aus.  Datenschutzerklärungen müssen auch erläutern, in welcher Form diese Daten verarbeitet werden. In der Praxis bedeutet das, die Betreiber einer Website sind verpflichtet, sämtliche Webtools (Facebook Plugin, Google Analytics, etc.), die mit der Seite verknüpft sind, in der Datenschutzerklärung auszuweisen und dem Nutzer die Möglichkeit einer Widerspruchserklärung zu geben („Opt-Out“). Dieses „Opt-Out“ kann vom Link, der durch Klick den Widerspruch registriert, bis hin zu Anleitungen für jeweilige Browsereinstellungen oder auch irgendwas dazwischen so ziemlich in jeder Form gestaltet sein.

Cookies: □ Ja  □ Nein  □ Vielleicht?

Das „Opt-Out“ wird vor allem heftig im Zusammenhang mit Cookies diskutiert. Österreich hat die EU-Richtlinie zum Schutz personenbezogener Daten („Cookie-Richtline“) 2011 in nationales Recht implementiert und in Kraft gesetzt. Seitdem sind Betreiber von Websites also verpflichtet auf  Cookies hinzuweisen und die Nutzer über die Möglichkeiten des Widerspruchs aufzuklären. Die genaue Art und Weise wie das geschehen muss, ist bis dato nicht definiert. Manche Websites weisen bloß in der Datenschutzerklärung darauf hin, dass Cookies in den Browsereinstellungen deaktiviert werden können.

Andere verlangen z.B. mit einem Cookie Banner die explizite Zustimmung der Nutzer, Cookies für die jeweilige Website zu aktivieren („Opt-In“ Methode). Welche ist die sichere Variante? Laut Gesetz muss der Nutzer seine Einwilligung zur Verwendung von Cookies geben. Ob dafür ein Opt-In notwendig ist, oder der bloße Hinweis auf das „Opt-Out“ ausreicht, ist umstritten. In einer Stellungnahme hat die Art. 29-Datenschutzgruppe sich für ein verbindliches Opt-In ausgesprochen. Obwohl es sich hier um eine Empfehlung handelt, die nicht rechtsverbindlich ist, ist man mit einem Hinweis und der Aufforderungen zur aktiven Zustimmung auf der Startseite auf der „rechtssicheren“ Seite. Nicht zuletzt, weil man bei Nicht-Einhaltung eine Verwaltungsstrafe von bis zu € 37.000.- riskiert.

Fazit:

Noch vor ein paar Jahren waren Datenschutzerklärungen verwaiste Unterseiten in den Untiefen von Websites. Heute ist das anders. Die Nutzer wissen um das Ausmaß der Datensammlung- und Verarbeitung Bescheid und gehen bewusster und vorsichtiger mit dem Thema um. Eine ausführliche Datenschutzerklärung an prominenter Stelle der Website ist unerlässlich um die Nutzer über die Vorgänge „hinter den Kulissen“ aufzuklären. Seriöse Websites bestechen durch Transparenz und Aktualität im Umgang mit Daten und bieten mehr als nur das rechtliche Minimum.

Eine übersichtliche Erklärung zu den Datenschutzbestimmungen der Website und aller verknüpften Webtools, sowie ein Cookie Banner, der den Nutzern die Möglichkeit gibt, ausdrücklich zur Verwertung der Daten zuzustimmen, sind wichtige Elemente einer vertrauenswürdigen Website. Das Ganze ist gar nicht mit so viel Aufwand verbunden, wie sie jetzt vielleicht denken. Es gibt einfache Tools und Websites, die Ihnen helfen eine korrekte Datenschutzerklärung zu erstellen.

Muster für Datenschutzerklärung bei rechtsanwalt-schwenke.de

Muster für Datenschutzerklärung auf e-recht24.de

Natürlich sind dies nur vorgefertigte Muster. Wir empfehlen Ihnen, die Datenschutzerklärungen eingängig zu kontrollieren und für Ihre Website anzupassen und im Idealfall einer anwaltlichen Überprüfung zu unterziehen.



Beitragsbild: gajus / 123RF Lizenzfreie Bilder

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ihre Vorteile

  • Zertifiziertes Know-how
  • Beste Kosten- Nutzenrechnung
  • Volle Transparenz durch laufendes Reporting
  • Persönliche Betreuung vom Profi
  • Immer am neuesten Stand

Kategorien

Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen     OK
Social Media
© 2017 AdWords-Agentur in Wien | Content Cook. All rights reserved.