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NETZWERK NACHLESE zu Vorträgen des 2. Unternehmerinnenkongresses in Salzburg
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Magda Bleckmann: „Die geheimen Regeln der Seilschaften“

Woran denken Sie beim Wort „Seilschaften“? An Freimaurer, eingeschworene Cliquen, Geheimzirkel von Elitehochschulen, Zigarren- und Golfclubs? Magda Bleckmann denkt an Basistechniken für Networking und das soziale Netzwerk Xing.

Als Übung stellten wir uns einer anderen Teilnehmerin, die wir noch nicht kannten, vier Minuten lang vor – ähnlich wie bei der Kennenlern-Geschichte am Vormittag. Außerdem sollten wir es wie die Männer machen, private Kontakte auch beruflich nutzen und keine Scheu davor haben, sie anzurufen und zu sagen: „Du ich brauch‘ was, kannst du mir helfen?“

Aber was ist denn nun eine Seilschaft? In Ihrem gleichnamigen Buch „Die geheimen Regeln der Seilschaften“ zitiert Magda Bleckmann eine Definition aus Wikipedia: „Seilschaft ist eine Gruppe von Bergsteigern, die ein Seil miteinander verbindet. Im allgemeineren Sinn wird eine Bergsteigergruppe, die gemeinsam unterwegs ist, immer als Seilschaft bezeichnet.“ An sich keine schlechte Sache, oder? Trotzdem ist der Begriff heute negativ behaftet, weil er auf Wirtschaftsbeziehungen übertragen mit Klüngelei und Verhaberung verbunden wird.

Magda Bleckmann kehrt den Begriff ins Positive, indem sie ihn mit „Netzwerk“ gleichsetzt: Es ist einfach „eine Gruppe undefinierbarer Größe, die sich gegenseitig fördert, unabhängig von Leistungen“. Wir brauchen also nicht den Illuminati beitreten, um erfolgreich zu sein.  Es genügt, simple Regeln einzuhalten, die auf ersten Blick zeitaufwendig erscheinen mögen. Langfristig gesehen sparen sie aber Zeit und bringen uns Geld, weil wir durch ein gutes Netzwerk schneller auf Informationen zugreifen können:

  • Gehen Sie ohne Vorurteile auf andere zu. Sprechen Sie auch Menschen an, die ganz anders aussehen als Sie es gewohnt sind.
  • „Quasseln macht schlauer“ – tatsächlich gelangen wir über gemeinsamen Austausch schneller zu wesentlicher Information als wenn wir unsere Nasen nur in Bücher und Broschüren stecken.
  • Zuerst geben, dann nehmen. Beachten Sie, dass von Leuten, denen sie geholfen haben, oft keine Gegenleistung zurückkommt. Trotzdem öffnen sich wie durch ein universelles Gesetz meist die Schleusen des Himmels, und andere Menschen helfen Ihnen.
  • Echtes Interesse am Gesprächspartner und konzentriertes Zuhören.

Übrigens treffen Unternehmer und Konzerne wichtige Entscheidungen oft vor den offiziellen Meetings oder bei einem Bier. In diesem Sinne ermunterte Magda Bleckmann die Teilnehmerinnen des Kongresses noch nicht abzureisen, sondern einen schönen Abend bei gutem Essen im M32 zu verbringen. Sie sollte Recht behalten: Viele Unternehmerinnen konnten ihre Kontakte intensivieren. Bleibt abzuwarten, welche Seilschaften daraus entstehen werden.

Lesen Sie die Zusammenfassungen weiterer Vorträge des 2. WKO-Unternehmerinnenkongresses in Salzburg:

Der gesamte Beitrag als PDF: WKO-Unternehmerinnenkongress_04-2012

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